Der Dorfgraben in Sanierung und ein Baugebiet in Planung

Auch im Krisenmodus bleibt Walschleben auf Kurs. Der beschlossene, für 2020 gültige Haushalt ist durch die Kommunalaufsicht bestätigt und zeigt die Vorhaben und ihre Finanzierung auf, die in diesem Jahr in Angriff genommen werden. Die Umsetzung einiger Maßnahmen haben bereits begonnen.

Die Mittel sind knapp, aber ausreichend, um die Gemeinde handlungsfähig zu halten. Zudem konnte wieder ein erheblicher Teil Schulden abgetragen werden. Waren es 2007 noch 5,9 Millionen Euro an Verbindlichkeiten, sind es jetzt 3,6 Millionen, pro Kopf 1.974 Euro. Pro Jahr werden kontinuierlich rund 200.000 Euro Schulden getilgt.
Nicht gerade leichter macht eine solide Haushaltsplanung, dass pro Einwohner seit diesem Jahr 146 statt bislang 119 Euro Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Geraaue für die Erledigung administrativer Aufgaben zu zahlen ist. Die Erhöhung resultiert aus dem Beitritt zum Abwasserzweckverband ‚Mittlere Unstrut‘. Was bisher aus eigener Kraft gestemmt wurde, ist nun outgesourct.

Für dieses Jahr sind vorgesehen:
Die weitere Sanierung des Dorfgrabens für 40.000 Euro (2019 wurden bereits 30.000 Euro aufgewendet), die Umstellung der Freiwilligen Feuerwehr auf Digitalfunk für 5.000 Euro. Hierfür geht die Gemeinde in Vorkasse, bekommt das Geld aber vom Landkreis dann zurückerstattet. Die Reparatur der beiden Holzbrücken über dem Dorfgraben und der Brücke über den Hochwasserschutzgraben ist mit 5.000 Euro veranschlagt.

Zentrales und wichtigstes Projekt aber ist die Weiterentwicklung des neuen Baugebietes an der Erfurter Straße, in dem 48 Grundstücke an Bauwillige veräußert werden sollen. Hier gilt es, weitere Gutachten für die Behörden ausfertigen zu lassen. Auf deren Basis soll bis Ende des Jahres ein rechtssicherer Bebauungsplan erstellt werden können. 2021 dann soll die Erschließungsplanung sich anschließen. Sofern das Genehmigungsverfahren erfolgreich läuft, könnte im übernächsten Jahr mit der Erschließung und parallel dazu mit der Vermarktung begonnen werden. 185.000 Euro sind in diesem Jahr für die Planungsaufgaben im Haushalt eingestellt.

Autor: B. Köhler. Foto: S. Forberg