Vergeblich beantragt: Fördermittel für Markthalle, Park, Spielplatz und Straßenausbau

Zu Jahresbeginn stellte die Gemeinde Elxleben auf der Basis eines im Dezember 2019 gefassten Gemeinderatsbeschlusses den Antrag, erneut in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden. Leider ohne Erfolg.

Von 2012 bis 2016 war Elxleben im sog. Dorferneuerungsprogramm. In dessen Rahmen wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, die der Verschönerung oder technisch-baulichen Modernisierung des Ortes dienten oder beides. So wurden u.a. der ‚Platz der Befreiung’ (ehemals Matzplatz), der Bereich der Thomas-Müntzer-Straße/ Einmündung Mühlplan, der Kleinwinternheimer Platz, einige der Anger-Straßen in die Kur genommen. Doch noch immer gibt es Bereiche, in denen eine Neugestaltung bzw. Sanierung erforderlich wären. Die Basis für die noch durchzuführenden Maßnahmen bildet ein 2011 verabschiedeter Dorfentwicklungsplan.

In den aktuellen Antrag wurden nach Priorität sog. Schlüsselprojekte aufgenommen. Dazu gehört der Bau einer Markthalle in unmittelbarer Nähe zu Multifunktionshalle und Sportplatz, die Funktionen für die Landwirtschaft ebenso wie für Kultur und Freizeit in sich vereinen soll. Im Antrag heißt es: Neubau einer modernen, eingegrünten, kommunalen Multifunktionsmarkthalle für ca. 700 Personen als Errichtung für folgende Nutzungen: Grüner Markt, kleine landwirtschaftliche Messen (z.B. Geflügelzüchter, Landmaschinen), regionaltypische Feste z.B. Kirmes und Erntedank. Schaffung eines multifunktional nutzbaren Parkplatzes, Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Produkte, geschätzte Kosten z.Zt. 750.000 Euro brutto. Als weiteres Schlüsselprojekt ist die Wohnumfeldgestaltung der Karl-Marx-Straße definiert, parallel zur städtebaulichen Umstrukturierung und Umnutzung des zentralen Garagenstandortes. Anlage und Gestaltung von Grünflächen mit Aufenthaltsfunktion für unterschiedliche Generationen, Schaffung eines zeitgemäßen Spielplatzes. Projekt Nummer drei beinhaltet die Fortsetzung der Sanierung öffentlicher Straßenräume wie der Gerhart-Hauptmann-Straße, der Maxim-Gorki-Straße und des südlichen Hinterangers. Schlüsselprojekt vier nimmt die Sanierung der historischen Friedhofsmauer in den Fokus. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 250.000 Euro. Das fünfte Projekt beinhaltet die Neuanlage des Parks an der Regelschule, Schlüsselprojekt Nummer sechs die Sanierung des östlichen Mühlplans.

Auch wenn nicht alle Projekte mit Kostenschätzungen untersetzt waren, sind sie ohne Fördermittel für die Kommune kaum zu realisieren. Oder nur sehr langsam. Andere Fördertöpfe gilt es nun für sich zu nutzen, sofern dies möglich ist.

Autor: B. Köhler