Leider verschossen – der Elfmeter für Fahrer Höhe in der 60. Minute

Nur die Tore zählen

Die Begegnung zwischen dem FC Rot-Weiß Erfurt und dem FC ‚An der Fahner Höhe‘ am gestrigen Sonntag war spannend und durchaus emotionsgeladen. Das Steigerwaldstadion war mit 2.200 Zuschauern ausverkauft, die für eine tolle Stadionatmosphäre sorgten. Der Aufsteiger FC ‚An der Fahner Höhe‘ zeigte keine Scheu vor dem Gegner und spielte beherzt nach vorn. Das behielten die Dachwiger Kicker bis zum Schluss bei und es gelang ihnen, das Match über weite Strecken in der gegnerischen Hälfte zu gestalten.

Dennoch mussten sie das erste Tor des RWE bereits in der 11. Minute hinnehmen, arbeiteten aber kurz darauf eine Top-Chance heraus. Der Schuss auf´s gegnerische Tor aber war weit über die Latte gezogen. Ähnliches passierte mit etlichen weiteren guten Möglichkeiten und auch beim Elfmeter in der 60. Minute, den Carlo Preller verschoss. Da stand es bereits 2:0 für die Rot-Weißen. Gekämpft haben die Dachwiger hoch motiviert und ohne erkennbaren Kraftverlust. Um so tragischer das dritte Tor der Erfurter in der 90. Minute. Es war ein Spiel auf Augenhöhe, gleichwohl fehlte den Dachwigern die Fähigkeit oder auch die Coolness, im entscheidenden Moment Chancen in Tore zu verwandeln – wohl auch das Quentchen Glück, das es im Mannschaftssport immer braucht.

Trainer Tobias Busse analysierte in der anschließenden Pressekonferenz die Fehler und zeigte sich zwar vom Ergebnis, nicht aber von der Leistung der Mannschaft enttäuscht: „Wir wollten drei Punkte holen, hatten nicht das Gefühl, dass wir unterlegen waren. Doch hätten individuelle Fehler nicht passieren dürfen. Der Elfmeter hätte gemacht werden müssen. Dennoch: Kein Vorwurf an den Schützen, Carlo Preller ist ein gestandener Mann, ich bin stolz, ihn im Team zu haben.“ Für Erfurt war es der fünfte Sieg in Folge. Trainer Manuel Rost schätzte ein, dass sein Team gerade in Ballbesitzphasen zu unruhig agierte, es dann aber schaffte, durch individuelle Aktionen Torchancen herauszuarbeiten und auch zu nutzen.

Im Unterschied zum Erfurter Team, dessen Spieler intensiv trainieren, kicken die Dachwiger nach Arbeitsschluss im wöchentlichen Wechsel zwei bzw. drei Mal. Neu in der Oberliga mischen sie aber bereits spürbar mit. „Ich bin stolz, mit der Mannschaft das Ziel anzugehen, in dieser Liga zu bestehen und einen guten Lauf zu bekommen.“, fasst Tobias Busse den Spieltag zusammen.

Autor: B. Köhler. Fotos: B. Köhler

Von links: Tobias Busse, Tom Bertram und Manuel Rost