Essen statt ärgern – Knoblauchrauke

Bereits vor 5 000 Jahren verwendeten unsere Vorfahren dieses würzige Kraut als Zutat zum Kochen. Das belegen archäologische Funde von Kochstellen der Altvorderen. Heute rennen viele dem Bärlauch hinterher, obwohl direkt vor der Haustür, vor allem an Heckenrändern, in Parks und naturnahen Gärten dieses schmackhafte und überaus gesunde Kraut zur Verfügung steht.

Es können alle Pflanzenteile zur Verwendung kommen. Jetzt, im Frühjahr, locken besonders die Stängel und Blätter mit ihrem frischen Grün. Die weißen Blüten lassen sich zur Dekoration unserer Speisen gut verwenden.

Gerade bei Frühjahrsmüdigkeit, Verdauungsstörungen, Bronchitis und Asthma kann von den wertvollen Inhaltsstoffen der Pflanze profitiert werden. Sie wirken entgiftend, verdauungsfördernd und schleimlösend.

Das frische Kraut schmeckt pur auf einem Butterbrot, kann aber auch als Ergänzung zum Salat gut verendet werden. Getrocknet verliert die Pflanze rasch an ihrer Wirksamkeit und auch der knoblauchartige Geschmack geht verloren. Deshalb empfehlen wir die Haltbarmachung als Pesto:

Hier unser Rezept:

Knoblauchrauke-Pesto

reichlich Knoblauchrauke kleinschneiden
60g Pinienkerne in der trockenen Pfanne rösten
100 g geriebener Parmesan
250 ml gutes Olivenöl
Salz, Pfeffer

Alles zusammen mit dem Pürierstab zu einer homogenen Masse zerkleinern und in heiß gespülte Schraubgläschen geben.

Wir frieren die überzähligen Gläschen ein und haben so das ganze Jahr über eine würzige Beilage.

Viel Freude beim probieren wünschen Anne-Kathrin Müller und Elisabeth Hemker

Fotos: A. Müller

Die Heilpraktikerinnen Anne-Kathrin Müller und Elisabeth Hemker aus Andisleben haben u.a. auch ein Kochbuch verfasst. Sie sind prädestiniert für Tipps in Sachen gesunder Ernährung und der Verwertung dessen, was Garten und Feld zu bieten haben. Wir konnten die beiden gewinnen, unsere Leser von ihrem umfassenden Wissen partizipieren zu lassen. Mehr Infos gibt es unter www.feinstoffliche-heilweisen.de.