Großprojekt in Witterda beendet

Es war eines der größten Projekte der jüngeren Vergangenheit, das in Witterda in Angriff genommen wurde. Am Freitag wurde sein erfolgreicher Abschluss gefeiert. Die Kreisstraße 20, die Ortsdurchfahrt in Richtung Friedrichsdorf mit vielen angrenzenden Straßen, Gassen, Wegen und Plätzen wurde ihrer Bestimmung übergeben. Dazu waren all diejenigen gekommen, die für die Vorbereitung, Planung, Finanzierung und Ausführung verantwortlich zeichneten und die Anwohner, die sich zwei Jahre in Geduld übten.

Der Plan, die marode Straße zu sanieren, entstand schon früh, doch schreckten die Kosten immer wieder ab. Der Landkreis, in dessen Verantwortung die Straße liegt und die Kommune, die sich um die sog. Nebenanlagen wie Gehwege, Beleuchtung und angrenzende Straße und Plätze kümmert, konnten schließlich die Mittel aufbringen. Und das, obwohl die Ausschreibungsergebnisse rund 300.000 Euro über der ursprünglichen Kostenschätzung lagen. Darüber, dass auch diese zusätzlichen Kosten vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr gefördert wurden, und auch die bauausführende Firma STRABAG Skonto gewährte, zeigte sich Bürgermeister René Heinemann am Freitag erfreut, denn ohne das, wäre das Projekt wohl abermals gescheitert.

Den größten Teil der insgesamt 2,1 Millionen Euro aber hat Witterda investiert, rund 670.000 Euro der Landkreis, ca. 60.000 Euro die TÜWA. Förderung erhielt die Gemeinde von der Thüringer Aufbaubank in Form einer Bezuschussung und vom Straßen- und Tiefbauamt Sömmerda. 770 Meter lang ist das Straßenstück, das einer Generalkur unterzogen wurde, mit den Nebenflächen sind es ca. 1.000 Meter.

Das Projekt war für alle Beteiligten eine Herausforderung. Zu kämpfen hatten die Baufirmen nicht nur mit der schwierigen Hanglage, sondern auch mit vielen Engstellen und hartnäckig-felsigem Untergrund. Die Stützmauer am Obertor erforderte eine eigene Statik und war einer der am schwierigsten zu meisternden Teilabschnitte. Auch Bornsgasse und Ziegenberg sind jetzt grundhaft saniert. Dem dörflichen Ambiente Rechnung tragend, wurden Fußwege, Einfahrten zu den Grundstücken und Parkplätze in Natursteinpflaster in Bögen verlegt.

Autor: B. Köhler   Fotos: B. Köhler

Der Kindergarten ‚St. Martin‘, ebenfalls an der jetzt abgeschlossenen Baustelle gelegen, führte ein Programm anlässlich der Eröffnung der K 20 auf. „Hurra, hurra, jetzt ist die neue Straße da!“, sangen die Kinder. 

Landrat, Bürgermeister, Planer und Bauausführende vor der neuen Stützmauer am Obertor 

Bürgermeister René Heinemann: „Trotz aller Strapazen, die so eine Baumaßnahme mit sich bringt, haben wir für uns und die Nachwelt viel erreicht.“

Landrat Harald Henning: „Hochachtung vor den Planern und der bauausführenden Firma.“  

Landtagsabgeordneter Jörg Kellner richtet ein Grußwort an die Gäste 

Planer Dr. Uwe Wilke

Bälle für die Kinder, ein Geschenk vom Landrat