Sechs Meter breit mit Radweg und ohne scharfe Kurven

Die Kreisstraße 16 windet sich schmalspurig zwischen den Orten Walschleben und Riethnordhausen. Jetzt wird ein Teilstück von 1.400 Metern neu gebaut. Im späten Frühjahr 2020 soll es fertig und zudem von einem Radweg begleitet sein. Danach soll in einem weiteren Bauabschnitt die Straße bis Riethnordhausen vollendet werden. Wann und durch wen ist noch nicht entschieden.

Wir sind verabredet mit Martin Rüster, Bauleiter der Fa. Bauer, ansässig in Walschleben. Wir lassen uns erläutern, welche baulichen und technischen Besonderheiten der Straßenbau hier aufweist. Über rund die Hälfte des neuen Straßenstückes – 750 Meter – wird die neue auf der alten Trasse verlaufen. Danach wird die Straßenführung verändert, sie verläuft dann linkerhand der jetzigen Straße, aus Richtung Walschleben gesehen. Damit wird die gefährliche S-Kurve in diesem Bereich eliminiert und ein großzügiger Kurvenradius soll die Verkehrssicherheit erhöhen. Dort, wo die alte Straße obsolet wird, wird sie abgetragen und der Boden aufbereitet für Grün bzw. landwirtschaftliche Nutzung.

Auf den ersten 750 Meter wird die vorhandene Straße mit eingebaut. Sie wird verbreitert und als Unterbau für die neue genutzt. Dazu macht sich ein sog. Profilausgleich erforderlich. Stufenförmig wird das Gefälle profiliert, mit einer Schüttung aufgefüllt, verdichtet und mit einer Betonschicht überzogen.

Neben der Trasse verläuft ein Drainagegraben von ca. 30 Zentimetern Breite, der dafür sorgt, dass Oberflächen- also Regenwasser in Rohre und letztlich in den straßenbegleitenden Graben geleitet wird und gut ablaufen kann. In diesem Bereich besteht die neue Straße also zunächst einmal aus der alten plus Verbreiterung. Zusätzlich wird eine Asphalttragschicht von acht Zentimetern, eine Asphaltbinderschicht von sechs Zentimetern und schließlich eine Asphaltdeckschicht von vier Zentimetern Dicke aufgebracht. 18 Zentimeter dick werden diese neuen Schichten insgesamt.

Dort, wo die Straße die alte Trasse verlässt und grundhaft neu aufgebaut werden wird, werden auf einer hydraulisch gebundenen Tragschicht von 12 Zentimetern Dicke insgesamt 34 Zentimeter Oberbau der o.g. Asphaltschichten aufgebracht.
Der Radweg wird in einer Breite von 2,50 Meter gebaut, die neue Fahrbahnbreite beträgt sechs Meter.

Dort, wo einst eine Brücke den Graben überspannte wird der Graben neu profiliert, werden drei Betonfertigteile eingebaut, über die schließlich der Radweg verläuft. Zur Sicherung werden Geländer angebracht.

Autor: B. Köhler   Fotos: S. Forberg

Die alte Straße rechts im Bild wird als tragende Schicht genutzt und verbreitet 

Straßenaufbau unter Einbeziehung der alten Trasse

Martin Rüster zeigt den Drainagegraben

Durchlässe für das Regenwasser

Der komplett zu erstellende Teil der Straße

Straßenaufbau neue Straße

Hier wird der Graben durch Betonfertigteile überbrückt

Betonfertigteil in der Draufsicht