Geglückte Generalprobe für den Champions Cup

    Am vergangenen Samstag bestritten die Bullen ihr 16. Ligaspiel und empfingen dabei die Leguane aus München. Die RSB Thuringia Bulls lassen den RBB München Iguanas keine Chance und gewinnen souverän mit 87:41 (28:12; 16:9; 22:6; 21:14).

    Beide Teams traten nicht mit ihrem vollständigen Kader an. Während die Münchner nur mit sechs Spielern anreisten, mussten die Hausherren auf Kapitän Jens Albrecht und Joakim Linden verzichten. Da gleich zwei „Midpointer“ fehlten, durften die Fans im „Bullenstall“ einen besonderen Anblick bestaunen. Coach Bienek saß umgezogen im Sportstuhl und absolvierte das Warm-Up.

    Die Thüringer starteten gut ins Spiel. Vahid Azad netzte vier schnelle Punkte ein. Auch München zeigte früh eine konzentrierte Leistung in der Offensive. Die Bayern bekamen keinen Zugriff auf die Schützen der Bullen. Zum einen erzielten Halouski und Ruiz Punkte aus der Distanz, zum anderen attackierten Azad und Hager immer wieder erfolgreich die Zone. So konnten sich die Hausherren früh einen Vorsprung erspielen. Zur ersten Viertelpause führten die Thüringer mit 28:12.

    Im zweiten Viertel ließ die offensive Feuerkraft der Bullen etwas nach. Allerdings fanden die Hausherren weiterhin die Lücken in der Münchner Zonenverteidigung. In der Offensive versuchten die Leguane dagegenzuhalten. Zwar konnten die Gäste nicht regelmäßig scoren, zeigten jedoch schöne Spielzüge und erarbeiteten sich gute Wurfgelegenheiten. Die Thüringer behielten auch in diesem Spielabschnitt die Oberhand, bauten den Vorsprung aus und führten zur Halbzeit mit 44:21.

    In den ersten zwei Minuten konnten die Gäste auf die Korberfolge der Bullen antworten und erzielten ihrerseits zwei sehenswerte Körbe. Danach wurde die thüringische Defensive galliger und für die Iguanas-Schützen wurde es schwieriger, in gute Wurfpositionen vorzustoßen. Auf der anderen Seite sah es anders aus. Die Bullen-Center Halouski, Azad und Hager nutzten nach wie vor die Lücken in der Iguanas-Defensive aus, fanden den Weg zum Korb und schlossen ihre Möglichkeiten hochprozentig ab. Der Vorsprung wuchs weiter an und so führten die Hausherren zur letzten Viertelpause mit 66:27.

    Das letzte Viertel gestaltete sich ausgeglichener. Zwar punkteten die Bullen weiterhin konstant, jedoch waren die Leguane in der Lage, sich wieder besser Abschlüsse zu erspielen. Das Highlight des Viertels setzte Driss Saaid, der sehenswert per Unterarm-Korbleger abschloss und dabei gefoult wurde. In der Folge bekam Saaid einen Bonus-Freiwurf zugesprochen, traf den Wurf und verwandelte somit die Chance zum „And-One“. Am Ende gewannen die Bullen mit 87:41 und konnten damit die Generalprobe für das anstehende Champions Cup Viertelfinale erfolgreich abschließen. Erwähnenswert ist, dass Andre Bienek tatsächlich sein Comeback gab und einen schönen Assist verbuchen konnte.

    Nun sind die Augen voller Vorfreude auf das kommende Europapokal Wochenende gerichtet, wenn die Schwergewichte des europäischen Rollstuhlbasketballs aus Mailand, Madrid und Istanbul zum Champions Cup Viertelfinale im Bullenstall gastieren. 

    Die RSB Thuringia Bulls sind mit folgendem Kader angetreten: Vahid Azad (22), Alex Halouski (21), Hubert Hager (16), Jordi Ruiz (13), Arie Twigt (8), Driss Saaid (5), Lukas Gloßner (2), Andre Bienek und Marie Kier.

    Autor: J. Heinrich, Fotos: F. Möller