Notruf richtig absetzen, Verbände anlegen und ein echter Rettungswagen

Es sind Situationen, in die man nie kommen möchte. Dennoch ist es unerlässlich, darauf so gut wie möglich vorbereitet zu sein. Wie man sich richtig verhält, wenn jemand einen Unfall erleidet oder plötzlich in eine Notsituation kommt, lernten die Schüler der Klasse 2a der Grundschule Walschleben am vorvergangenen Freitag.

Dazu erhielten sie professionelle Anleitung vom Abteilungsleiter des DRK-Rettungsdienstes Daniel Ressel und von Krankenschwester Nicole Bernhardt. Beeindruckt waren die Kinder vom Rettungswagen, dessen Ausstattung ihnen kindgerecht erklärt wurde: Wie die Patienten auf der Liege positioniert werden, welche Daten das EKG-Gerät liefert, wie Infusionen verabreicht werden und vieles andere mehr.

Auch im Anlegen von Verbänden wurden die Schüler unterwiesen – ob an Kopf, Arm oder Hand. Und ganz wichtig – wie setzt man einen Notruf ab? Dabei nämlich ist zu beachten, dass sich die Leitstelle nach dem Wählen der Notrufnummer meldet und dann fünf Fragen zu beantworten sind: Wo ist der Not- bzw. Unfall eingetreten, weitere Fragen zur Situation und ganz wichtig – warten bis die Leitstelle auflegt, damit alles geklärt werden kann. Als Eselsbrücke wird die Geste fürs Telefonieren mit Daumen und kleinem Finger (also alle fünf Finger für fünf Fragen) den Kindern nahegebracht.

Dieser Tag war der zweite zum Thema medizinischer Versorgung. Zuvor waren die Schüler zu Besuch im Helios-Klinikum, im sog. Simulationszentrum. Wie man richtig Erste Hilfe leisten kann und was in einem Krankenhaus so alles passiert, wurde erklärt. So durften die Kinder eine Übungspuppe medizinisch versorgen. Das Team des Simulationszentrums beantwortet mit viel Geduld die Fragen der Schüler.

Autor: B. Köhler.  Fotos: B. Köhler; Grundschule Walschleben

Einen Notruf richtig abzusetzen, wurde intensiv geübt. 

So werden Verbände richtig angelegt.

Hier werden Infusionen positioniert – erklärt Notfallsanitäter Daniel Ressel.

Das EKG kostet so viel wie ein Kleinwagen, liefert wichtige Daten über den Zustand des Patienten, auch über die Sauerstoff-Sättigung des Blutes.