Gemeindebrandmeister Andreas Wenzel im Gruppenlöschfahrzeug.

    Nur vier Minuten vom Alarm bis zum Ausrücken 

    Bereits in der zweiten Junihälfte dieses Jahres wurde Deutschland von einer langen und intensiven Hitzeperiode getroffen. Ausgelöst durch eine blockierende Hochdruckwetterlage wurden neue Temperaturrekorde aufgestellt. In Deutschland hielt die Hitzewelle vom 18. bis 28.Juni an, dabei wurde die 40°C-Marke mehrmals überschritten.*

    Jetzt hat uns erneut eine Hitzewelle im Griff und wieder könnten Höchsttemperaturen erreicht oder überschritten werden. Dass Hitzewellen auch mit Trockenheit einhergehen bis sie sich schließlich in Gewittern oder gar Unwettern entladen, weiß man. Doch was passiert, wenn Hitze und Trockenheit zu Bränden in Wald und Flur führen?

    Wir treffen uns mit dem Elxlebener Gemeindebrandmeister Andreas Wenzel in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses. Die Kameradinnen uns Kameraden sind nicht nur top ausgebildet und absolvieren jährlich ein immenses Pensum an Schulungen und Trainings. „Unsere Technik ist jederzeit einsatzbereit. So hat das Löschgruppenfahrzeug eine Wasserbefüllung mit 1.600 Litern, das Tanklöschfahrzeug von  2.500 Litern“, erklärt Andreas Wenzel. Zudem gibt es ein großes, mobil einzusetzendes Wasserbecken zur Zwischenlagerung, das 15.000 Liter Wasser fasst.

    Das Löschgruppenfahrzeug ist für eine Besatzung von neun Feuerwehrleuten (eine Gruppe) ausgelegt und hat für alle Eventualitäten – Brände, Verkehrsunfälle und diverse andere Gefahrenlagen – die notwendigen Ausrüstungen und eben auch das Wasser an Bord. 

    Das Tanklöschfahrzeug bietet drei Einsatzkräften Platz und verfügt über eine höhere Wasserkapazität. Der Gerätewagen Logistik ist mit 2.000 Metern Schläuchen ausgestattet, mit leistungsstarker Pumpe und transportiert das mobile Wasserbecken. 

    Welche Fahrzeuge zum Einsatz kommen, entscheidet sich anhand der jeweiligen Situation. Nur vier Minuten vergehen vom Alarm bis zum Ausrücken der Feuerwehrleute mit der entsprechenden Technik.

    Innerhalb der letzten 14 Tage wurde die Freiwillige Feuerwehr Elxleben zu drei Feldbränden gerufen, die jeweils zügig gelöscht wurden und somit folgenlos blieben. Der Appell von Gemeindebrandmeister Andreas Wenzel: „Bitte nicht mit dem Auto auf Felder, Wiesen und in Wälder fahren. Die Hitze des Auspuffs reicht bereits zum Entzünden der trockenen Gräser. Und keinesfalls Zigarettenkippen wegwerfen, auch sie sind immer wieder Brandauslöser.“

    Gut zu wissen, dass die Feuerwehren vorbereitet sind. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die aktuell vom Deutschen Wetterdienst ausgegebene Hitzewarnung ohne gravierende Folgen bleibt. 

    * Quelle: Deutscher Wetterdienst (DWD)

    Autor: B. Köhler, Fotos: B. Köhler, Foto Wasserbecken: A. Wenzel

    Das Tanklöschfahrzeug

    Der Gerätewagen Logistik
    Das mobile Wasserbecken fasst 15.000 Liter.
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